Heftiger Schneefall hat in Hanau zu erheblichen Einschränkungen im Straßenverkehr und bei der Müllabfuhr geführt. Die Stadtverwaltung teilte mit, dass der kommunale Winterdienst in den frühen Morgenstunden mit Vorrang auf die Hauptverkehrsachsen ausgerichtet wurde. Oberbürgermeister Claus Kaminsky zog am Tag nach dem Schneeereignis eine weitgehend positive Zwischenbilanz und dankte Einsatzkräften und Bürgerinnen und Bürgern für den besonnenen Umgang mit der Lage.
Einsatzlage und Räumstrategie
Bereits ab 5 Uhr waren 41 Kräfte im städtischen Winterdienst im Einsatz, um die wichtigsten Straßen für den Berufsverkehr möglichst frei zu halten. Nach Angaben der Stadt hätte ein späterer Beginn aufgrund des anhaltenden Schneefalls dazu geführt, dass die Straßen bis 6 Uhr wieder zugeschneit gewesen wären. Ziel der Maßnahmen sei gewesen, die Hauptverkehrsstraßen zum Start des Berufsverkehrs möglichst befahrbar zu machen. Kaminsky betonte: „Hanau ist Winterfest, aber bei anhaltendem Starkschneefall stoßen auch gut vorbereitete Konzepte an ihre Grenzen.“
Unterstützung durch Müllabfuhr und Ausfall der Leerungen
Ab 8.30 Uhr wurden dem Winterdienst zusätzlich zehn Fahrerinnen und Fahrer der Müllabfuhr zugeordnet, nachdem die Touren aus Sicherheitsgründen abgebrochen wurden. Auch am folgenden Dienstag fielen die Leerungen aus. Die Stadt kündigte an, die betroffenen Abfuhrtermine bis Ende der Woche und am Samstag nachzuholen. Bewohnerinnen und Bewohner wurden gebeten, ihre Tonnen stehen zu lassen. Diese Regelung gilt laut Mitteilung auch für Sperrmüll.
Pflichten der Grundstückseigentümer
Die Stadt erinnerte zugleich an die Verpflichtung der Grundstückseigentümerinnen und Eigentümer zur Räumung und Abstumpfung von Gehwegen und Überwegen. Dabei sind feste Zeiten und Mindestbreiten einzuhalten, auch in den Fußgängerzonen. Der Einsatz von Salz ist grundsätzlich untersagt. Verstöße gegen die Winterdienstpflicht können mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden. Die Stadt wies darauf hin, dass vor allem ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Kinder besonders geschützt werden sollen.
Reaktionen und Ausblick
Kaminsky dankte ausdrücklich den eingesetzten Kräften und bat die Bevölkerung weiterhin um Vorsicht und Verständnis. Er räumte ein, dass es Beschwerden geben werde, wenn die Räumung einigen Anwohnerinnen und Anwohnern nicht schnell genug erscheine, und sprach denjenigen ausdrücklich seinen Dank aus, die besonnen mit der Situation umgegangen seien. Die Stadt fährt nach eigenen Angaben mit den Räum- und Nachholarbeiten fort, solange die Wetterlage es erfordert.
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