Sechster Jahrestag: Hanau setzt auf stilles Gedenken und Einbindung der Angehörigen

Sechster Jahrestag: Hanau setzt auf stilles Gedenken und Einbindung der Angehörigen
Sechster Jahrestag: Hanau setzt auf stilles Gedenken und Einbindung der Angehörigen | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Hanau wird den sechsten Jahrestag des rassistischen Anschlags vom 19. Februar mit einem stillen Gedenken begehen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadträtin Isabelle Hemsley haben sich zuvor mit Angehörigen der Opfer getroffen, um die Form der diesjährigen Erinnerungsarbeit abzustimmen.

Treffen mit Angehörigen

Bei dem Vorgespräch betonten die städtischen Vertreter, dass das Gedenken weiterhin eine städtische Pflicht sei und dass die Perspektiven der Angehörigen bei der Planung berücksichtigt würden. Kaminsky unterstrich, dass die Stadt das Erinnern gemeinsam mit den Hinterbliebenen gestalten wolle.

Ablauf des Gedenkens

Im Mittelpunkt des sechsten Jahrestages steht ein öffentliches stilles Gedenken um 11 Uhr an den Tatorten. Dort werden Vertreterinnen und Vertreter von Land und Stadt Kränze niederlegen. Auf Reden wird bei diesem Anlass bewusst verzichtet.

Zur Tatzeit am späten Abend sind wie in den vergangenen Jahren Lichtkorridore geplant. Diese sollen am Heumarkt und am Kurt Schumacher Platz in Kesselstadt an die Opfer erinnern. Zudem werden an zahlreichen Orten Kränze und Gestecke abgelegt. Dazu zählen die Gedenktafel am Hauptfriedhof, die Tatorte am Kurt Schumacher Platz und am Heumarkt sowie das Kreuz für Vili Viorel Paun.

Weitere Kranzniederlegungen sind an den Gräbern der Opfer in Offenbach und Dietzenbach vorgesehen. Auch im Ausland, unter anderem in der Türkei, in Rumänien und in Bulgarien, sollen Blumen niedergelegt werden.

Kontinuität und Intention

Die Stadt kündigte an, die jährlichen Veranstaltungen zum 19. Februar in angemessener Form fortzuführen. Gleichzeitig will sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen und in Fünfjahresabständen besondere Erinnerungsformate durchführen. Hanau betont damit, dass Erinnerung, Solidarität mit den Angehörigen und der Einsatz gegen Rassismus und Ausgrenzung untrennbar zusammengehören.

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